Probetraining jederzeit möglichTägliche Trainingsangebote Mo. - Fr.info@tt-akademie-kuelsheim.de
Nächste Spiele
Mi 28.10. · 20:15 · Herren IV – SG-Höpfingen/Walldürn Do 29.10. · 20:00 · Herren VII bei SG-Dörlesberg/Nassig II Fr 30.10. · 20:00 · Herren V bei SG-Höpfingen/Walldürn Fr 30.10. · 20:30 · Herren VI – DJK Unterbalbach · Kaserne Fr 30.10. · 20:30 · Herren VIII – FC Wertheim-Eichel Sa 31.10. · 14:00 · Herren III – TTC Schefflenz Sa 31.10. · 17:30 · Damen I bei SU Neckarsulm II Sa 31.10. · 19:00 · Herren I – EK Söllingen · PAGS So 01.11. · 11:30 · Damen I – TTV Weinheim-West · PAGS Di 03.11. · 19:30 · Herren V bei FC Viktoria Hettingen

Spielbericht

Herkulesaufgabe Regionalliga Südwest

Drei Aufstiege in drei Jahren – ab 19. September stehen die Külsheimer Damen erstmals in der Regionalliga Südwest an der Platte. Mit Neuzugang Melissa Friedrich, Rosalia Behringer und Nachwuchstalent Svenja Hepp geht der Aufsteiger selbstbewusst in die Saison.

Herkulesaufgabe Regionalliga Südwest

August 2026

Külsheim – Drei Aufstiege in drei Jahren – und jetzt Regionalliga. Was beim FC Külsheim vor wenigen Jahren noch wie eine kühne Vision geklungen hätte, ist inzwischen Realität. Ab 19. September stehen die Tischtennis-Damen des FC Külsheim erstmals in der Regionalliga Südwest an der Platte. Und dort wartet auf den Aufsteiger eine Liga, die es in sich hat.

Die Brunnenstädterinnen haben sich ihren Platz in der vierthöchsten deutschen Spielklasse mit beeindruckender Konsequenz erarbeitet. Doch jetzt beginnt ein neues Kapitel. Die Gegner sind stärker, die Spiele anspruchsvoller – und die Namen auf den gegnerischen Mannschaftsaufstellungen klingen teilweise nach Bundesliga und Nationalmannschaft.

Trotzdem geht der Aufsteiger selbstbewusst in die neue Saison. Ein Platz im vorderen Mittelfeld ist das ambitionierte Ziel.

Platz sieben – und trotzdem ist alles möglich

Wie schwer die Aufgabe wird, zeigt bereits ein Blick auf die Zahlen. Addiert man die vier stärksten Q-TTR-Werte (der Q-TTR-Wert ist eine Messzahl, die die Spielstärke einer Spielerin abbildet) jeder Mannschaft, liegt der FC Külsheim mit 7.133 Punkten auf Rang sieben der zehn Regionalligisten.

Das klingt zunächst nach einer Außenseiterposition. Gleichzeitig zeigt die Statistik, wie eng das Feld dahinter beieinanderliegt: Zwischen Külsheim und dem sechstplatzierten SSV Schönmünzach II liegt gerade einmal ein einziger Q-TTR-Punkt.

Die Külsheimerinnen gehören damit auf dem Papier weder zu den Favoriten noch zum Kreis der abgeschlagenen Teams. Und ohnehin gilt im Tischtennis: Q-TTR ist eine Momentaufnahme. Am Tisch werden die Karten neu gemischt.

Erfahrung trifft auf Top-Neuzugang und Nachwuchstalent

Eine wichtige Rolle wird wieder Rosalia Behringer übernehmen. Die ehemalige Nationalspielerin und Bundesligaspielerin bringt enorme Erfahrung mit und kennt die großen Bühnen des deutschen Tischtennissports.

Für zusätzliche Qualität sorgt Melissa Friedrich. Der Neuzugang vom TTC 1946 Weinheim kommt mit einer beeindruckenden 26:4-Bilanz aus der vergangenen Regionalliga-Saison nach Külsheim, dort konnte sie die Meisterschaft und den Aufstieg in die 3. Bundesliga feiern.

Die aus Neckarbischofsheim stammende Friedrich gewann in ihrer Jugend unter anderem das baden-württembergische Top-12-Turnier und belegte beim deutschen U18-Top-48-Turnier Platz fünf. Für den FCK ist sie damit mehr als nur eine Verstärkung. Friedrich soll helfen, den sportlichen Schritt von der Oberliga in die deutlich anspruchsvollere Regionalliga möglichst schnell zu bewältigen.

Doch das Külsheimer Team lebt nicht allein von seinen Spitzenspielerinnen. Mit den Geschwistern Felicia und Lucia Behringer gehören zwei Spielerinnen zum Gerüst des Teams, die den Külsheimer Aufstiegsweg selbst mitgeprägt haben. Dazu kommt mit Svenja Hepp (Jahrgang 2014) ein außergewöhnliches Nachwuchstalent – in diesem Jahr spielte sie sich bei den deutschen Meisterschaften der U15-Konkurrenz unter die Top 5.

Auch Alexandra Schork gehört zum erweiterten Kader. Die routinierte Spielerin hat alle drei Aufstiege der vergangenen Jahre mitgemacht und den Weg des Teams von der Verbandsliga bis in die Regionalliga begleitet.

Külsheim setzt auf Breite und Rotation

Die hohe Spieldichte der Regionalliga und zahlreiche Turniere (national und international) machen zudem eine flexible Kaderplanung notwendig. Nicht jede Spielerin wird jede Partie bestreiten können. Deshalb muss regelmäßig rotiert werden.

Für den FC Külsheim könnte genau diese Breite zu einem wichtigen Trumpf werden. Denn während die Konkurrenz teilweise mit einzelnen herausragenden Spitzenspielerinnen aufwartet, möchte Külsheim die Saison als geschlossenes Team bestreiten.

Bundesliga-Erfahrung und Toptalente warten

Wie hoch die Hürde liegt, zeigt ein Blick auf einige der Konkurrenten. TSV Korntal (Absteiger aus der 3. Bundesliga) geht als einer der großen Favoriten ins Rennen und verfügt über enorme Qualität an der Spitze (insgesamt 8.076 Q-TTR-Punkte der Top-4-Spielerinnen). Mit einer Q-TTR-Zahl von 2.181 führt Shima Safei (iranische Nationalspielerin) das Ranking der stärksten Spielerinnen der Liga an.

Und auch der TTC Singen kann mit Top-Spielerinnen glänzen. Besonders interessant: das erst 13-jährige Talent Lea Vollmer, die 2026 sogar die Deutsche Meisterschaft in der Damen-A-Leistungsklasse gewonnen hat.

Dazu kommen Mannschaften wie SU Neckarsulm II, DJK Offenburg II, TTV Weinheim-West, TSV Untergröningen, Tischtennis Frickenhausen, SSV Schönmünzach II und TSV Gau-Odernheim, die ebenfalls über starke Regionalligaspielerinnen mit teilweise internationaler Erfahrung verfügen. Gerade in einer ausgeglichenen Liga kann jeder Gegner zum Stolperstein werden.

Vom Aufsteiger zum etablierten Regionalligisten?

Genau darin liegt die große Frage. Der FC Külsheim hat in den vergangenen Jahren gelernt, mit neuen Herausforderungen umzugehen. Verbandsliga, Verbandsoberliga, Oberliga, jetzt Regionalliga – jedes Jahr wurde die Hürde größer. Nun ist sie so hoch wie nie.

Die Külsheimerinnen gehen deshalb mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht in die Saison. Ein Platz im vorderen Mittelfeld ist das selbstbewusste Ziel. Und vielleicht ist genau das die spannendste Geschichte dieser neuen Regionalliga-Saison: Wie weit kann ein kleiner Verein aus Külsheim kommen, wenn Erfahrung, Nachwuchs, Zusammenhalt und sportlicher Ehrgeiz auf Mannschaften mit Bundesliga-Vergangenheit treffen?

Die Antwort gibt es ab September – am Tischtennistisch.

Bericht: Wolfgang Hepp · FC Külsheim

01.08.2026

Zur Originalquelle

Aktuelles

Weitere Neuigkeiten